ENTEN - DUCKS - STOCKENTEN - MALLARDS

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Entenpaddel

Die Beine und Füße (Entenpaddel, Schwimmfüße) der Stockenten sind orangerot (rotgelb) und gedrungen, der Lauf ist kürzer als die Mittelzehe und mit Schwimmhäuten zwischen den drei Zehen überzogen. Daher der komische Gang einer Ente, das berühmte »watscheln«. Die Ursache hierfür ist aber auch die Körperform und Anordnung der Beine, die bei dieser Entenart etwas weiter hinten liegt. Die Beine und Füße der Enten-Babys bzw. Küken sind in den ersten Wochen, zwecks besserer Tarnung, schwarz.

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Die Enten können ihre Schwimmhäute nach Belieben ausbreiten und zusammenziehen. Dabei werden zwei oder drei Zehen einfach eng zusammengelegt und die Schwimmhäute verschwinden fast. Die Aufnahmen der sich am Kopf kratzenden Ente (unten) zeigt dies deutlich. Die Enten benutzen ihre Zehen mit schwarzen Krallen häufig zur weiteren Gefiederpflege, da der große Schnabel nicht alle Körperstellen erreichen kann. Eine winzige hintere Zehe ohne Kralle und einer Hautfalte (nur bei den Schwimmenten »Anatinae«) kommt noch hinzu. Die Enten bewegen ihre Beine beim schwimmen im Wasser im ständigen Wechsel. Beim vorwärts schwimmen wird ein Bein nach vorne bewegt, wobei die Schwimmhäute eng aneinander liegen und das andere Bein wird ganz nach hinten gedrückt, mit weit ausgebreiteten Schwimmhäuten. Beim rückwärts schwimmen ist es umgekehrt. Völlig anders ist es beim tauchen unter Wasser. Die Beine und Füße werden dann gleichzeitig nach hinten gedrückt und die weit geöffneten Schwimmhäute dienen zur besseren Wasserverdrängung. So ähnlich ist auch mit der oft zu beobachtenden Position beim »Kopfstand unter Wasser« (Kopf liegt im Wasser, Schwanz und Rumpf ragen senkrecht hoch). Die Ente hält mit Beinen und Füßen, die wild hin und her paddeln, die Balance. Die Technik der Entenpaddel in Verbindung mit der Körperform und dem Körpergewicht (inklusive des Federkleides), machen unsere Enten zu flinken Wasservögeln im Wasser, in der Luft und sogar an Land. Enten können mit ihren Entenpaddeln an Land genauso schnell rennen und rasen. Der Spruch »lahme Ente« (siehe Vokabular), der in einem völlig anderen Zusammenhang steht, wird immer wieder falsch gedeutet. Er hat den Enten einen schlechten Ruf gebracht - der einfach nicht stimmt und genauso unzutreffend ist, wie zum Beispiel »dumme Gans« oder »dusselige Kuh« bei anderen Tieren.

Nun zurück zu den Enten und zu einer besonders im Winter immer wieder gern gestellten Frage. Warum frieren Enten nicht?
Enten sind einem ständigen Wärmeentzug ausgesetzt. Sie schwimmen auf dem Wasser, fliegen in der Luft und laufen auf dem Land. Bei allen Aktivitäten sind sie einem ständigen Temperaturwechsel unterworfen. Das gilt auch für die Ruhe- und Schlafensphasen. Das Geheimnis ist die Ente selbst. Der Körper einer Ente ist durch ein ständig eingefettetes Federkleid umschlossen. Dieses Kleid besteht aus den unterschiedlichsten Federn, die in verschiedenen Schichten die Luft einschließen (Luftpolster) und absolut wärmeisolierend wirken.
... und was ist mit den Beinen, Füßen und Zehen (Entenpaddel) auf Eis und Schnee?
Hier hat die Natur die Enten mit einem speziellen System des Wärmeaustausches der Gefäße im Bereich der Oberbeine ausgestattet. Die Beine haben im Schenkelbereich zum Beispiel eine Temperatur von ca. 32° C, während die Temperatur der Entenpaddel bei 0° C oder sogar bei -5° C liegen kann. Der Transport der Wärme zwischen Schenkel und Entenpaddel ist somit abgekoppelt und die Enten können stundenlang im eiskalten Schnee und auf gefrorenen Gewässern stehen und laufen.