ENTEN - DUCKS - STOCKENTEN - MALLARDS

Kampf - Die Rivalitäten unter Enten in Bildern...

Bei den Stockenten beginnt kurz nach dem Winter eine heiße Phase. Die Balz erreicht ihren Höhepunkt. Auf dem Foto erkundet ein Entenpaar interessante Dinge unter dem Holzsteg. Wir werden den Beiden nun Entennamen geben und sie "Gustav" und "Paula" nennen (laut Zufalls-Generator).

Der Erpel "Gustav" ist inzwischen ans Ufer gesprungen. Er hat es vor lauter Durst nicht mehr ausgehalten und saugt das Wasser gierig aus dem Teich...

Ente "Paula" beobachtet ihren Freund und Partner noch vom Steg aus. Gleich wird auch sie zu ihm herunter springen, denn durstig sind die Enten immer.

Kaum ist der Durst gelöscht, erscheint ein ungebetener Gast. In diesem Fall sogar ein hartnäckiger Rivale. (Auf den folgenden Fotos steht "Gustav" immer links im Bild. Sein besonderes Erkennungszeichen sind zwei weiße Flecken am unteren Rand seiner Flügel. Der freche Rivale, Erpel "X", ist auch gut zu erkennen. Er hat wesentlich hellere Schwanzfedern als unser "Gustav")

Ente "Paula" schimpft und quakt jetzt laut mit weit geöffnetem Schnabel, während Erpel "Gustav" sich mit den Hinterteil in Richtung des Rivalen dreht. In dieser Situation ein typisches Verhalten bei Enten.

Mister "X" nähert sich mit weit ausgestrecktem Hals unserem Entenpärchen. Die würdigen ihn allerdings keines Blickes. So sieht es zumindest aus. Das stimmt in dieser Szene aber nicht. Denn Enten haben mit ihren Augen einen viel besseren Blickwinkel, als man vermutet. (Panorama-Blick von 320°, 2x 160°).

Ente "Paula" schimpft nun lautstark und stachelt ihren Partner (oder Lover) nochmals weiter auf. Dies wird mit Gestik und Mimik allen Beteiligten gezeigt. Dem Erpel "Gustav" wird es nun zu bunt. Die Nerven liegen völlig blank. Er rast auf seinen Widersacher zu... "Auf in den Kampf!"

Das Duell beginnt. Liegt "Gustav" etwa schon am Boden und ist k.o.? Nein - er duckt sich nur, während Mister "X" sich mit Schnabelbissen einen kleinen Vorteil erkämpft. Noch steht Ente "Paula" in der Nähe, wendet sich aber, unter sehr lautem Geschnatter, immer weiter ab...

Ein harter Ringkampf ist im Gange. Mit den Schnäbeln stehen sie jetzt "Mann gegen Mann". Ente "Paula" rennt erst mal ein Stück davon.

Die beiden Gegner kämpfen recht verbissen und purzeln dabei hin- und her..

Die Schnäbel zwicken, beißen, drücken und stoßen dabei heftig zu.

Nun wird auch noch mit vollem Körpereinsatz attackiert. Die beiden Streiter zeigen eindrucksvoll, dass es bei Enten, keine "lahmen Enten" gibt.

Der Kampf neigt sich dem Höhepunkt entgegen. Nach Punkten liegen beide Enten "Kopf an Kopf". Mal hat der eine Enterich, mal der andere Enterich, den Vorteil auf seiner Seite.

Der Kampf steht kurz vorm Ende. Noch einmal wird mit allen erlaubten Tricks und Raffinessen gekämpft.

Die endgültige Entscheidung ist gefallen. Der Sieger ist Erpel "Gustav" - Glückwunsch! Der Rivale Mister "X" flüchtet zum Teich. Erpel "Gustav" verpasst dem Verlierer noch einen letzten Schnabelbiss zum Abschied.

Der Kampf ist aus. Der Gewinner feiert seinen Sieg mit lautem Geschnatter und letzten Wutausbrüchen. Gleich wird auch seine Partnerin Ente "Paula" endlich wieder erscheinen, die den Kampf aus sicherer Entfernung interessiert verfolgt hat.

Der eben geschilderte Kampf zwischen zwei Erpeln im Frühjahr findet an vielen Orten statt. Häufig werden auch die weiblichen Enten mit in die Kampfhandlungen verwickelt. Es wird um jedes Weibchen gekämpft. Erpel "Gustav" hatte seinen nächsten Kampf (Fight) bereits eine Stunde später. Diesmal allerdings nicht an Land sondern auf dem Wasser. Meistens geht alles glimpflich ab. Selten gibt es dabei Verletzungen. Leichte Verstauchungen der Gelenke und Paddel treten dagegen schon häufiger auf. Weibliche Enten ohne Partner werden noch häufiger verfolgt und belästigt (siehe Balz). Aber auch hier passiert entgegen weit verbreiteter Meinung und falscher Darstellung, nichts Schlimmes. Wie sagt man so schön: "Das ist im Entenleben alles völlig normal!"