ENTEN - DUCKS - STOCKENTEN - MALLARDS


Flugkunst

Die Stockente ist nicht nur ein flinker Vogel auf dem Wasser, sondern auch ein ausgezeichneter Flieger der Lüfte. Die Flugkünste unserer Wildenten machen diese stets unabhängig.
Warum kann eine Ente fliegen? Was benötigt eine Ente zum fliegen?
Die Natur hat wundervolle und sinnvolle Einrichtungen geschaffen, darunter auch den fliegenden Vogel. Die Wildenten gehören dazu und sind mit Allem ausgestattet, was man zum Entgegegenwirken der Schwerkraft und damit zum Fliegen braucht. Der Körper der Enten ist voller Muskeln, die Knochen sind dünnwandig und hohl und extrem leicht. Das Gefieder oder Federkleid wiegt sehr wenig. In der Luft ist der Entenkörper sehr schlank und gestreckt. Auch die Beine und Entenpaddel sind weit ausgestreckt. Die von kraftvollen Brustmuskeln bewegten Flügel, auch Schwingen genannt, machen die Ente erst startklar zum Abheben und steuern mit Hilfe der Schwanzfedern den Flug in der Luft. Durch die aerodynamische Form der Flügel mit ihren zahlreichen Federn auf der Ober- und Unterseite, entsteht beim Flügelschlag ein ständiger Luftstrom. Dieser Luftsog und Luftdruck tritt immer wechselhaft auf und wird durch die Stellung der Flügel, der momentanen Fluggeschwindigkeit und Windverhältnisse noch zusätzlich beeinflußt. Die Flügel wirken wie Tragflächen: Das abwärts schlagen der Flügel nennt man auch Abschlag. Die Flügelfläche und somit die Federn sind in diesem Moment absolut luftundurchlässig. Beim Aufschlag richten sich die Flügel nach oben, also aufwärts. Die Flügelfläche wird luftdurchlässig.


Die meisten Enten können fast senkrecht ohne Anlauf durchstarten. Bei der Landung ist es ähnlich. Auf dem Wasser wird je nach Geschwindigkeit unterschiedlich gelandet.
Die Fluggeschwindigkeit der Enten beträgt bis zu 110 km/h. Die Reiseentfernung bis zu 500 km innerhalb von 24 Stunden. Die Flughöhe maximal 6000 m. Nonstop-Flüge kennen Enten nicht, sie machen immer Zwischenlandungen, verbunden mit Pausen.
Die Enten orientieren sich bei ihren Flügen und Wanderungen nach den Magnetfeldern der Erde, richten sich nach Sonne, Mond und Sternen, können Landschaftsstrukturen voneinander unterscheiden und reagieren auf die ständige Rotation der Erdkugel. Eines der wichtigsten Navigations-Instrumente ist aber ihr angeborener Instinkt, verbunden mit den im Laufe des Lebens zusätzlich erworbenen Erfahrungen.
Im Sommer verlieren die Enten aufgrund der alljährlichen Mauser ihre Federn inklusive Flugfedern. Die weiblichen Enten mausern erst nach Aufzucht ihrer Jungen. Die Erpel bilden bereits vorher »Mausergruppen«. Das bedeutet drei bis vier Wochen Urlaub an einem Ort,da sie in dieser Zeit nicht mehr fliegen können...


© www.elbe-wildlife-fotos.de© www.elbe-wildlife-fotos.de

Erpel und Ente im Fluge.
Diese Fotos wurden mir freundlicherweise extra für diese Website zur Verfügung gestellt. © von Zimmermann, www.elbe-wildlife-fotos.de


Hier einige technische Daten zum Erpel:
Gewicht: 900 - 1400 g (masc. = Erpel)
Länge: Ø 58 cm (masc.)
Flügel: 260 - 270 mm (masc.)
Spannweite der Flügel: 720 - 960 mm
Schnabel: 50 - 56 mm (masc.)
Schwanz: 82 - 95 mm (masc.)
Lauf: 40 - 44 mm (masc.)
Fluggeschwindigkeit max. 110 km/h
Flughöhe max. 6000 m (!)

Die Daten der etwas kleineren weiblichen Ente sind auf der Daten - Seite gelistet.



Simulation eines Fluges - Die Bilder zeigen hier Kanada Gänse (Canada Geese)


Enten-Ducks-Stockenten-MallardsEnten-Ducks-Stockenten-Mallards

Der Erpel präsentiert hier seine beiden großen Flügel und schüttelt das Wasser aus seinen Flügelfedern. Ein Flugstart ist allerdings nicht geplant ...