ENTEN - DUCKS - STOCKENTEN - MALLARDS

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Brut

Die Brutzeit der Stockente liegt zwischen März bis Juni, meist früher als bei den anderen Enten. Die Pärchen bilden sich sehr häufig bereits in den Überwinterungsgebieten und anschließend begleitet das Männchen sein Weibchen in ihr Herkunftsland oder zu deren Heimatort. Bei den Stockenten wird nur eine Brut pro Jahr groß gezogen. Die zum Beispiel im April gelegten 7 bis 13 grünlich-grauen Eier werden innerhalb von 25-30 Tagen ausgebrütet. (Durchschnitt: 11 Eier in 27 Tagen). Dabei legt das Weibchen vorher ca. 1 Ei pro Tag (24 Stunden Intervall). Die Bebrütung der Eier erfolgt erst nachdem sich das letzte gelegte Ei im Nest (Gelege) befindet. Damit wird garantiert, dass die Entwicklung der vielen Eier gleichzeitig verläuft. Somit können die Küken am Ende der Brutperiode innerhalb von wenigen Stunden aus den Eiern schlüpfen.
Ein Beispiel: Bei 11 gelegten Eiern und einer Legezeit/Brutzeit von 27 Tagen liegen das erste Ei bereits seit 27 Tagen und das letzte Ei nur ca. 16 Tage im Nest!

Bei Verlust des Geleges, aufgrund von Wettereinflüssen oder Eierdieben und Feinden während der Brutzeit, wird ein Ersatzgelege gesucht. Das passiert entweder sofort (falls der Erpel noch in der Nähe ist), einige Wochen später (mit anderem Erpel), oder auch gar nicht mehr.

Enten haben sehr viele Aufenthaltsorte. Das sind zum Teil: Wälder, Gebirge, Sümpfe, Moore, Küsten, Meere und Inseln. Wir finden sie aber auch in Dörfern und Städten. Dort nutzen viele Enten unsere Park- und Wasserflächen entweder ganzjährig, oder nur für einige Monate.

Der Nestbau kann bereits ab Februar beginnen, wobei die Lage des Nestes auch vom Männchen bestimmt wird. Der Nistplatz liegt nah am Wasser, aber auch gelegentlich weiter entfernt. Enten brüten gerne in Schilfpolstern, Brennnesseln, Baumhöhlen, Kopfweiden, (auch in Pflanzenkübeln auf Balkonen und Terrassen) oder anderen geschützten Plätzen. Das Nest (Gelege) wird von der Ente (Weibchen) mit Halmen, kleinen Zweigen, Laub und Daunenfedern (weiche Brustfedern) ausgepolstert. Dabei sitzt die Ente beim Brüten zum Ende der Brutperiode sehr fest auf dem Nest und verlässt sich auf ihre natürliche Tarnung. Unbeliebte Besucher werden dabei von ihr verjagt. Beim Verlassen des Nestes infolge der Futtersuche, wird das Gelege mit Daunenfedern zugedeckt. Die Abwesenheit vom Nest innerhalb der Brutzeit durch einige Kurz- und Langzeitausflüge beträgt anfangs bis zu 30% und geht im letzten Drittel auf unter 10% zurück.

Am Anfang hält sich der Erpel noch wachsam in der Nähe des allein brütenden Weibchens auf, später schließt er sich mit anderen Erpeln zu sogenannten "Mausergruppen" zusammen und kümmert sich nicht mehr um die brütende Ente und spätere Aufzucht der Entenküken. Die "Enten-Ehe" ist damit beendet. Nachdem die Jungen aus den Eiern schlüpfen, verlassen sie das Nest bereits am ersten Tag ("Nestflüchter") und können sofort schwimmen. Die Mutter erkennt und unterscheidet ihre Kleinen unter anderem am "Gepiepse". Die Entenküken werden dann von ihr 50-60 Tage behütet und geführt, wobei sie sich ihre Nahrung selbständig suchen, die zunächst überwiegend aus Insekten und Wasserlarven besteht. Nach ca. 3 Wochen kommen die ersten Federn und nach insgesamt 6 bis 8 Wochen sind die Jungenten im kompletten Federkleid und somit flugfähig. Die Geschlechtsreife setzt allerdings erst später ein.

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